„Die Ergebnisse der Untersuchung werden uns konkrete Hinweise darüber geben, ob das aktuelle Abfallwirtschaftssystem funktioniert, die Abfälle also überwiegend in den richtigen Gefäßen entsorgt werden oder ob der EVS an einzelnen Punkten z.B. mit Kommunikationsmaßnahmen nachsteuern muss“, so EVS-Geschäftsführer Holger Schmitt.
Die Analyse der Tonneninhalte dient insbesondere auch als Grundlage für das gesetzlich geforderte Abfallwirtschaftskonzept, das der EVS alle fünf Jahre fortschreiben muss. „In diesem Konzept werden die wesentlichen Zielsetzungen für die saarländische Abfallwirtschaft der kommenden Jahre festgelegt“, so EVS-Geschäftsführer Thomas Collmann.
Wie läuft die stichprobenartige Leerung und Untersuchung der Restabfall- und Biotonnen praktisch ab?
Grundsätzlich geht es um statistisch repräsentative Abfallmengen (Summe einzelner Tonnen) in unterschiedlichen Bebauungsstrukturen zu unterschiedlichen Jahreszeiten, nicht um eine Erfassung z.B. ganzer Straßenzüge. Praktisch sieht es so aus, dass ein kleines Müllfahrzeug die entsprechenden Gefäße leert, bevor die reguläre Leerung aller übrigen Tonnen mit den „normalen“ Müllfahrzeugen erfolgt.
Die so gesammelte Abfallmenge wird später durch IZES in ihrer Zusammensetzung analysiert.
Wichtig: Die gewonnenen Informationen lassen ausdrücklich keine Rückschlüsse auf die Zusammensetzung einzelner Abfallgefäße oder das Konsumverhalten der Haushalte zu, an denen die Gefäße standen.
