Sanierung der Kläranlage Rappweiler beginnt im Frühjahr 2027

Voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres werden die Arbeiten des Entsorgungsverbandes Saar zur Sanierung der Kläranlage Rappweiler einschließlich der dazugehörigen Infrastruktur sowie der Regenwasserbehandlung beginnen.

Die Sanierung der Kläranlage Rappweiler, die 1982 in Betrieb genommen wurde, entspricht einem kompletten Neubau. Die neue Kläranlage kann die Abwässer von umgerechnet 2.300 Einwohnern nach dem Stand der Technik reinigen. Nicht nur die Abwässer aus Rappweiler/Zwalbach, sondern auch aus Teilen von Waldhölzbach werden hier zukünftig den Anforderungen an eine moderne Abwasserreinigung entsprechend behandelt. 

Insbesondere der Hölzbach und am Ende die Prims werden stark von der modernen Anlagenkonzeption profitieren.

Die Bauzeit für die Gesamtmaßnahme ist mit vier Jahren veranschlagt.

Die Sanierung der Kläranlage Rappweiler erfolgt im laufenden Betrieb. Das heißt, dass während der gesamten Bauzeit die Abwassereinigung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben sichergestellt werden muss. Das bedeutet aber auch, dass die komplette Baustellenlogistik (inklusive einer passgenauen Inbetriebnahme der neuen bei annähernd gleichzeitiger Außerbetriebnahme der alten Anlagenteile) auf dem bestehenden Kläranlagengelände realisiert werden muss. Dies stellt eine große Herausforderung für Planer, Bauunternehmer und Kläranlagen-Fachkräfte gleichermaßen dar. 

Zur Baumaßnahme im Einzelnen: 

Im Rahmen der Baumaßnahme werden für die Kläranlage folgende wesentliche Bauwerke errichtet:

  • ein Zulaufpumpwerk mit einer Förderkapazität von 30 l/s
  • eine Feinrechenanlage zur Separation der im Abwasser enthaltenen Feststoffe
  • ein Rundsandfang zur Sand- und Fettelimination
  • eine Dosieranlage zur Phosphorelimination
  • ein Belebungsbecken mit zugehöriger Gebläsestation zur biologischen Reinigung
  • ein Nachklärbecken zur Schlammsedimentation
  • ein Schlammstapelbehälter
  • ein Betriebsgebäude mit Schaltwarte

Im Rahmen der Sanierung wird außerdem die Regenwasserbehandlung mit folgenden Bestandteilen errichtet:

  • ein Trennbauwerk
  • ein Regenüberlaufbecken (Volumen: 500 m³)
  • ein Entleerungspumpwerk
  • ein Retentionsbodenfilter mit Ablaufpumpwerk

Bauablauf: 

Grundsätzlich ist es vorgesehen, dass die Baustelle von der Merziger Straße über die Straße “Von der Alm“ und dann über den Höhenweg angefahren wird.

Als vorbereitende Maßnahme wird eine neue Zufahrt vom Höhenweg aus über Wiesengelände bis zur Kläranlage bebaut. Hierdurch wird eine Beeinträchtigung der Anwohner im Bereich der bestehenden Zufahrt zur Kläranlage durch Baustellenverkehr vermieden. 

Danach wird der neue Kanal vom bestehenden Zulaufkanal zur Kläranlage abgegriffen und im bestehenden Spurplattenweg bis zum Regenüberlaufbecken verlegt. Für den Bau des Kanals und des Regenüberlaufbeckens wird für den landwirtschaftlichen Verkehr eine provisorische Umgehung des Spurplattenweges hergestellt. Im Anschluss daran werden dann die Kläranlage und die Regenwasserbehandlung gebaut.