Der zu sanierende Hauptsammler hat einen Durchmesser von 60 Zentimetern (DN 600) und verläuft parallel zu den Straßen „Im Bungert“ und „Haustadter-Tal-Straße“ in unmittelbarer Nähe des Mühlenbachs.
Der EVS investiert insgesamt rund 2,3 Millionen Euro in die Maßnahme. Neben der Sanierung des Hauptsammlers umfasst das Projekt die Erneuerung und Vergrößerung des Regenüberlaufs, die Erneuerung des zugehörigen Drosselorgans und der Bauwerksdecke, den Einbau einer Tauchwand sowie die Herstellung einer Zufahrt zum Bauwerk.
Aktuell laufen bereits vorbereitende Arbeiten. Dazu gehören insbesondere die erforderliche Kampfmittelsondierung sowie Rodungsarbeiten zur Herstellung der Baustellenflächen. Bei günstigen Witterungsbedingungen ist eine Bauzeit von etwa zehn Monaten vorgesehen.
Ziel der Maßnahme ist es, die langfristige Dichtheit sowie die Betriebs- und Standsicherheit des Abwassernetzes in diesem Bereich sicherzustellen. Hierfür setzt der EVS auf das bewährte Schlauchlining-Verfahren, bei dem ein mit Harz getränktes Trägermaterial in das vorhandene Altrohr eingebracht und anschließend vor Ort ausgehärtet wird. Das bestehende Rohr bleibt dabei im Boden erhalten.
Das Verfahren ist besonders ressourcenschonend: Es wird Material eingespart, Abfälle vermieden und auf umfangreiche Tiefbauarbeiten weitgehend verzichtet. Dadurch kann die Bauzeit gegenüber einer offenen Bauweise deutlich verkürzt werden. Gleichzeitig lassen sich die mit einer offenen Bauweise verbundenen Eingriffe in den Straßen- und Landschaftsraum reduzieren.
„Eine sichere und leistungsfähige Abwasserinfrastruktur ist ein wichtiger Baustein für den Gewässerschutz. Mit der Sanierung des Hauptsammlers stellen wir die langfristig zuverlässige Abwasserableitung sicher und schützen zugleich den nahegelegenen Mühlenbach. Dabei setzen wir mit dem Schlauchlining auf ein besonders wirtschaftliches und ressourcenschonendes Verfahren.“, erklären die EVS-Geschäftsführer Holger Schmitt und Thomas Collmann.
Informationen zu Verkehr und Beeinträchtigungen
Während der Bauarbeiten kann es insbesondere beim Einbau der Schlauchliner sowie bei Arbeiten an den Kanalschächten zu vorübergehenden Verkehrsbehinderungen kommen. Der EVS bittet alle von den Bauarbeiten betroffenen Anliegerinnen und Anlieger sowie Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen.
Kontakt
Fragen zur Baumaßnahme beantwortet gerne EVS-Projektleiter Thomas Meyer (Tel. 0681 5000-239).
