Erneuerung des Saardükers von Rilchingen-Hanweiler nach Saargemünd erfolgreich abgeschlossen

Das Abwasser aus Rilchingen-Hanweiler, Sitterswald, Bliesransbach, Bliesmengen-Bolchen und Habkirchen auf deutscher und Blies-Guersviller, Frauenberg und Bliesschweyen auf französischer Seite wird zur Reinigung in die Kläranlage Saargemünd geleitet. Insgesamt sind 11.000 Einwohner aus diesen Ortschaften an die Kläranlage angeschlossen.

Die beiden Druckleitungen aus den 1970er Jahren, über die das Abwasser zur Kläranlage gelangt, verlaufen unter der Saar. Die als „Saardüker“ bezeichneten 400 Meter langen Leitungen mit einem Durchmesser von 0,5 Meter wurden in einer seit November 2024 laufenden Maßnahme saniert. Kürzlich konnten die Arbeiten erfolgreich angeschlossen werden. Bei dem Projekt kam das so genannte Hochdruck-Spülbohrverfahren zum Einsatz. Mit dieser Technik können Rohrleitungen unterirdisch verlegt werden, ohne dass hierzu Gräben ausgehoben werden müssen. Die Horizontalspülbohranlage bohrt zwischen zwei Gruben einen unterirdischen Kanal, der anfallende Boden wird von einer Spezialflüssigkeit aus dem Bohrloch gespült.

Bei der Kanalsanierung handelte es sich um eine binationale Baumaßnahme zwischen dem Entsorgungsverband Saar (EVS) und der französischen Communauté d'Agglomération Sarreguemines Confluences (CASC) mit dem Ziel der Erneuerung und Sicherstellung einer stabilen und langfristig funktionsfähigen Infrastruktur zwischen den beiden Ländern.

Der EVS war federführend für die Planung der Maßnahme. EVS und CASC investierten gemeinsam rund 3,6 Millionen Euro in die grenzüberschreitende Infrastruktur.

Hintergrund: Der EVS kooperiert mit Lothringen, Luxembourg und Rheinland-Pfalz über die Landesgrenzen hinweg, um wirtschaftliche Lösungen zur Abwasserreinigung zu ermöglichen. Die Partner profitieren dabei jeweils deutlich vom Know-How der jeweils anderen.