Montag, 27. August 2018

Offizielle Inbetriebnahme der sanierten Kläranlage Limbach am 23. August


Der Entsorgungsverband Saar hat nach einer Bauzeit von gut drei Jahren die letzte Sanierungsphase für die aus den 70er Jahren stammende Kläranlage Limbach abgeschlossen. Am 23. August hatte der Verband die Bürgerinnen und Bürger zur offiziellen Inbetriebnahme und zur Besichtigung „Ihrer“ nun ganz modernen Kläranlage eingeladen.

 

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Kläranlage Limbach betragen rund 13,5 Millionen Euro. In den letzten Bauabschnitt investierte der EVS rund 9,5 Millionen Euro. Hinzu kommen die Investitionskosten für die Errichtung eines neuen Regenüberlaufbeckens auf dem Kläranlagengelände in Höhe von rund einer Million Euro.  

 

Im Vorfeld der letzten Sanierungsmaßnahmen wurde die Hochwassersicherheit für die Anlage verbessert. Die Sanierung der Kläranlage Limbach wurde unter laufendem Betrieb realisiert, was für Planer, Bauunternehmen und EVS-Mitarbeiter eine große Herausforderung darstellte. Entsprechend des Baufortschrittes wurden sukzessive alte Anlagenteile außer Betrieb genommen, abgerissen bzw. teilverfüllt und anschließend durch neue ersetzt.   Die Realisierung der Maßnahme erfolgte ausschließlich auf dem Gelände der Kläranlage und damit auf engstem Raum. Besondere Herausforderungen neben dem über die gesamte Bauzeit von gut drei Jahren aufrecht zu erhaltenden Kläranlagenbetrieb waren die sehr aufwändige Wasserhaltung über insgesamt 20 Grundwasserabsenkbrunnen sowie die unmittelbar benachbarte ICE-Trasse Saarbücken-Frankfurt der DB AG.    

 

Die Sanierung der Kläranlage Limbach im Einzelnen:  

 

  • Errichtung eines Regenüberlaufbeckens mit einem Volumen von 1.350 Kubikmetern

  • Errichtung eines neuen Zulaufpumpwerks mit einer Förderleistung von 145 Litern in der Sekunde

  • Sanierung des Regenwetterpumpwerkes mit einer Förderleistung von rund 700 Litern in der Sekunde

  • Errichtung eines neuen Rechengebäudes mit Niederspannungsverteilung

  • Errichtung eines neuen Langsandfangs

  • Errichtung eines neuen Vorklärbeckens

  • Errichtung eines dritten Kombibeckens mit einem Belebungsvolumen von rund 1.650 und einem Nachklärvolumen von rund 800 Kubikmetern

  • Errichtung eines neuen Messschachts

  • Errichtung eines zweiten Rücklaufschlamm- und Überschussschlammpumpwerks

  • Errichtung zweier Schlammstapelbehälter mit Schlammpumpwerk

  • Realisierung einer Abluftbehandlungsanlage

  • Neubau eines Werkstattgebäudes mit Niederspannungsverteilung, Heizung und Brauchwasserversorgung

  • Sanierung des Betriebsgebäudes

  • Erweiterung und Einhausung der Gebläsestation

  • Erweiterung der Fällmitteldosieranlage

Die Kläranlage Limbach liegt an der L 119 in Richtung Homburg am Ortsausgang von Limbach. An die Anlage sind die Ortschaften Niederbexbach, Limbach, Kohlhof, Bayerisch Kohlhof sowie Teile von Altstadt angeschlossen. Auch die Abwässer aus Kleinottweiler werden künftig hier behandelt.  Damit wird die Kläranlage Limbach die Abwässer von umgerechnet 15.000 Einwohnerwerten (Einwohner und Gewerbe) reinigen. Im Rahmen eines ersten Bauabschnittes, der im Jahr 2008 in Betrieb ging, wurde sichergestellt, dass die Anlage alle gesetzlichen Anforderungen an eine moderne Abwasserreinigung einhält. Hier wurden bereits zwei Kombibecken errichtet, die jeweils ein Belebungsvolumen von rund 1.650 Kubikmetern und ein Nachklärvolumen von jeweils ca. 800 Kubikmetern haben. Die Blies, in die die gereinigten Abwässer eingeleitet werden, profitiert insgesamt stark von der Sanierung der Anlage.  

 

Kläranlage Limbach

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