Dienstag, 20. August 2019

EVS Biomasse-Zentrum: Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Planung an neuem Standort - EVS-Gelände in Velsen optimal geeignet


Am 20. August gab der Aufsichtsrat des Entsorgungsverbandes Saar grünes Licht für eine Planung des EVS BioMasseZentrums (BMZ) am Standort der Abfallverwertungsanlage (AVA) in Velsen (Stadtverband Saarbrücken).

 

Das Gremium sieht hierin die Chance ein hochmodernes, klimafreundliches Verwertungszentrum zu installieren, in dem beide Anlagenkomponenten deutlich voneinander profitieren.

 

Das in Velsen zur Verfügung stehende Gelände, das sich im Besitz des EVS bzw. der EVS GAV GmbH befindet, eignet sich in vielfacher Hinsicht optimal als Standort für die geplante Anlage:  

 

Aufgrund der Tatsache, dass für das EVS BioMasseZentrum zwischenzeitlich eine wesentlich kompaktere Konzeption möglich wurde, reicht der am Standort Velsen vorhandene Platz für die Errichtung einer entsprechenden Anlage aus.

 

Neben der grundsätzlichen Realisierbarkeit ist durch den nachbarschaftlichen Betrieb von BMZ und AVA insbesondere mit technischen, abfallwirtschaftlichen und betrieblichen Synergien zu rechnen, wie z.B.

 

  • die gemeinschaftliche Nutzung der Infrastruktur
  • die Versorgung des BMZ mit Strom und Wärme aus der AVA, mit dem positiven Effekt, dass das BMZ – ganz im Sinne des Klimaschutzes -den Fokus auf die Gasaufbereitung und –vermarktung legen kann
  • die Verbrennung klimarelevanter Gase aus dem BMZ in der AVA
  • der Entfall eines Heizwerkes (für die im BMZ benötigte Wärme)
  • das Wegfallen von Quertransporten und Zwischenlagern, da z.B. im BMZ anfallende Störstoffe direkt in Velsen mitbehandelt werden können
  • ein gemeinsamer Überwachungs- und Bereitschaftsdienst

Ein Flächennutzungsplan für das Gelände in Velsen liegt vor. Der Standort wurde in der Vergangenheit bereits im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und immissionsschutzrechtliche Belange für den Bau einer Kompostieranlage genehmigt, so dass die Verantwortlichen hoffen, dass sich auch bei einer erneuten Prüfung keine grundsätzlichen Bedenken ergeben werden. Das Bauleitverfahren wird in Kürze auf dem Weg gebracht.

 

Wie bereits zum ursprünglich angedachten Standort in Ensdorf wird es in den nächsten Monaten auch zum jetzt favorisierten Standort Informationsveranstaltungen für die Bürger*innen beiderseits der Grenze geben. Die Umweltverbände werden bereits in Kürze zu einem Austausch eingeladen.

 

Hintergrund:

Ursprünglich sollte das EVS BioMasseZentrum auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerkes in Ensdorf gebaut werden. Die Suche nach einem alternativen Standort war nötig geworden, nachdem die VSE dem EVS das angedachte Grundstück nicht in einem für das Projekt notwendigen Zeitrahmen und nur zu Kosten zur Verfügung stellen konnte, die gegenüber dem Gebührenzahler nicht vertretbar gewesen waren. Bei der Suche nach einem alternativen Standort rückte durch die zwischenzeitlich wesentlich kompaktere Planung und die oben skizzierten erwarteten Synergieeffekte der Standort Velsen immer mehr in den Fokus.

 

 

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