Donnerstag, 28. November 2013

Entsorgungsverband Saar erhält Sonderpreis des Verbandes Kommunaler Unternehmen für saarländisch-lothringisches Kooperationsprojekt


Am 27. November erhielt der Entsorgungsverband Saar den Sonderpreis des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) für grenzüberschreitende Kooperationen. Übergeben wurde der Preis im Rahmen der jährlichen VKU-Verbandstagung in Berlin.

 

Der EVS erhält die Auszeichnung für ein deutsch-französisches – genauer gesagt: saarländisch-lothringisches - abfallwirtschaftliches Kooperationsprojekt mit dem lothringischen Abfallverband Sydeme, das zukunftsweisenden Charakter hat:


Im Sinne einer ökologisch wie ökonomisch optimalen Nutzung vorhandener Entsorgungskapazitäten in der deutsch-französischen Nachbarregion arbeiten  der EVS, der für alle 52 Kommunen des Saarlandes die Aufgaben der überörtlichen Abfallentsorgung wahrnimmt, und Sydeme, der Zusammenschluss zur Abfallentsorgung von 14 Großkommunen im benachbarten Lothringen und Elsaß, in Fragen der (Abfall-) Entsorgung eng zusammen. Ziel ist dabei, Abfallbehandlungskapazitäten, die diesseits und jenseits der Staatsgrenze vorhanden sind, derart sinnvoll zu nutzen, dass doppelte Strukturen und damit auch doppelte Belastungen für die Bürger vermieden werden.

 

Die Jury, bestehend aus dem Präsidenten Ivo Gönner, VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck sowie Vertretern der verschiedenen VKU-Sparten, hat das Projekt zur grenzüberschreitenden kommunalen Zusammenarbeit im Bereich der Abfallentsorgung als besonders innovativ gewürdigt. Insbesondere die Möglichkeit, Synergien auch zwischenstaatlich zu nutzen, wurde dabei als besonders zukunftsweisend gesehen. Zudem ermögliche die Kooperation, auf doppelte Strukturen zu verzichten und damit Kosten zu reduzieren. Die durch das Projekt praktizierte transnationale Zusammenarbeit sei in Europa bislang einzigartig. EVS und Sydeme sehen die erfolgreich angelaufenen Maßnahmen als optimale Grundlage und Ansporn für weitere gemeinsame Aktivitäten in den verschiedenen Entsorgungsbereichen. So ist im Bereich der Umwelterziehung ebenfalls der Einstieg in eine Zusammenarbeit angelaufen. Darüber hinaus ist auch geplant, im Bereich der Abwasserwirtschaft die Frage der Klärschlammentsorgung gemeinsam anzugehen.

 

Zu den vertraglich festgehaltenen Konditionen der aktuellen Zusammenarbeit:

Während einerseits die beim EVS unter Vertrag stehende Abfallverbrennungsanlage in Neunkirchen bis zu 70.000 Tonnen Restmüll pro Jahr aus dem östlichen Sydeme-Gebiet übernimmt, können in der Sydeme-Biogasanlage in Morsbach jährlich bis zu 15.000 Tonnen Bioabfälle aus dem EVS-Gebiet verarbeitet werden. Die Regelungen ermöglichen beiden Seiten neben einer Kostenreduzierung auch eine Optimierung der Entsorgungslogistik. Erste Anlieferungen in beide Richtungen erfolgten im Jahr 2012.

 

>weitere Auszeichnungen des EVS

 

 

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