Dienstag, 23. Oktober 2018

Optimierung der Regenwasserbehandlung für die Kläranlage Saarlouis: Baubeginn für die Sanierung des Regenüberlaufs in der Blaulochstraße in Wallerfangen Ende Oktober


Ende Oktober 2018 beginnt der Entsorgungsverband Saar in Wallerfangen im Bereich der Blaulochstraße mit den Arbeiten zur Sanierung des Regenüberlaufs, der zur Abwasseranlage Saarlouis gehört. Der Verband investiert in die Maßnahme rund 450.000 Euro.

 

Zur Baumaßnahme gehört neben der Ertüchtigung des bestehenden Entlastungsbauwerkes auch der Neubau einer 130 Meter langen Entlastungsleitung, die Sanierung einer vorhandenen Entlastungsleitung und die Erneuerung der Trinkwasserleitung für den Wasserleitungszweckverband „Gau-Süd“ der Gemeinde Wallerfangen.  

 

Die geplante Bauzeit für das gesamte Maßnahmenpaket beläuft sich auf sechs Monate, so dass mit einem Bauende im zweiten Quartal 2019 gerechnet werden kann.

 

Der EVS bittet die Bevölkerung um Verständnis dafür, dass ein solch komplexes Projekt nicht ohne Verkehrsbehinderungen und Lärmbelästigungen realisiert werden kann. Der Verband wird bemüht sein, diese so gering wie möglich zu halten.

 

Fragen zur Baumaßnahme beantwortet EVS-Bauoberleiter Dipl.-Ing. Thomas Meyer (Tel. 0681/5000 239, thomas.meyer@evs.de).  

 

Hintergrund

Das Sammlersystem im Saarland wird überwiegend im Mischsystem betrieben, das heißt, dass das häusliche Abwasser und das Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden.  

 

Da die Sammler durch überdurchschnittlich große Wassermengen bei Regenwetter oft überlastet wären, werden im Kanalsystem sogenannte Regenwasserbehandlungsanlagen gebaut. Kommt mehr Wasser an, als vom Hauptsammler aufzunehmen ist, wird dieses zunächst in Regenüberlaufbecken oder Stauraumkanälen gespeichert. Durch die Speicherung wird vermieden, dass der erste konzentrierte Schmutzstoß – neben dem eigentlichen Abwasser werden bei starkem Regen auch im Kanal befindliche Ablagerungen mitgeschwemmt - in den Bach gelangt.   Erst nach kompletter Befüllung des Stauraumes erfolgt der Abschlag des dann stark verdünnten und somit unschädlichen Mischwassers in den Bach. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass die geringe Schmutzstoffmenge, die letztendlich noch in den Bach eingetragen wird, über die Selbstreinigungsfähigkeit des Baches leicht abgebaut werden kann. Es kommt also zu keinerlei Schädigung des Gewässers – im Gegenteil: Durch die Schaffung des Speichervolumens wird das Gewässer stark entlastet.  

 

Das im Stauraumkanal gespeicherte stärker verschmutzte Abwasser wiederum wird nach Abklingen des Regenereignisses mithilfe einer Abflusssteuerung dosiert über den Hauptsammler in Richtung Kläranlage – hier die Kläranlage Saarlouis - abgegeben.  

 

 

 

 

 

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