Dienstag, 25. August 2020

Entsorgungsverband Saar investiert 6,3 Millionen in die Abwasserreinigung am Standort Erfweiler-Ehlingen


Seit Oktober letzten Jahres laufen die Arbeiten des Entsorgungsverbandes Saar zur Sanierung der Kläranlage Erfweiler-Ehlingen und der dazugehörigen Infrastruktur für die Regenwasserbehandlung. Am 24. August 2020 stellte der EVS interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Maßnahmen im Einzelnen vor.

 

Die Sanierung der Kläranlage Erfweiler-Ehlingen aus dem Jahre 1992 entspricht einem kompletten Neubau. Die neue Kläranlage kann die Abwässer von umgerechnet 2.500 Einwohnern nach dem Stand der Technik reinigen. Nicht nur die Abwässer aus Erfweiler-Ehlingen, sondern auch die aus Aßweiler werden hier zukünftig den Anforderungen an eine moderne Abwasserreinigung entsprechend behandelt. Die ebenfalls in die Jahre gekommene Kläranlage in Aßweiler wird dann außer Betrieb genommen.


Insbesondere der Mandelbach und am Ende die Blies werden stark von der modernen Anlagenkonzeption profitieren.


Die Bauzeit für die Gesamtmaßnahme ist mit zunächst drei Jahren veranschlagt.

 

Insgesamt investiert der EVS rund 6,3 Millionen Euro in die Abwasserreinigung am Standort Erfweiler-Ehlingen. Davon entfallen etwa 5,2 Millionen Euro auf die Kläranlage und rund 1,1 Millionen Euro auf die Regenwasserbehandlung.


Die Sanierung der Kläranlage erfolgt im laufenden Betrieb. Das heißt, dass während der gesamten Bauzeit die Abwassereinigung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben sichergestellt werden muss. Das bedeutet aber auch, dass die gesamte Baustellenlogistik (inklusive einer passgenauen Inbetriebnahme der neuen bei annähernd gleichzeitiger Außerbetriebnahme der alten Anlagenteile) auf dem bestehenden Kläranlagengelände abgewickelt werden muss. Dies stellt eine große Herausforderung für Planer, Bauunternehmer und Kläranlagen-Fachkräfte gleichermaßen dar.


Zur Baumaßnahme im Einzelnen


Im Rahmen der Baumaßnahme werden für die Kläranlage folgende wesentliche Bauwerke errichtet:

 

  • ein Zulaufpumpwerk mit einer Förderkapazität von 30 l/s
  • eine Feinrechenanlage zur Separation der im Abwasser enthaltenen Feststoffe
  • ein Rundsandfang zur Sand- und Fettelimination
  • eine Dosieranlage zur Phosphorelimination
  • ein Belebungsbecken (Volumen: 1.078 m³) mit zugehöriger Gebläsestation zur biologischen Reinigung
  • ein Nachklärbecken (Volumen: 425 m³) zur Schlammsedimentation
  • ein Schlammstapelbehälter (Volumen 266 m³)
  • ein Betriebsgebäude mit Schaltwarte
  • Im Rahmen der Sanierung der Regenwasserbehandlung (Gesamtzulauf ca.
  • 550 l/s) werden errichtet:
  • ein Trennbauwerk
  • ein Regenüberlaufbecken (Volumen: 330 m³)
  • ein Entleerungspumpwerk