Montag, 8. Oktober 2018

Projektvorstellung zum Bau eines neuen Regenüberlaufbecken und Sanierung des Hauptsammlers in Haustadt


Am 4. Oktober hatte der Entsorgungsverband Saar interessierte Haustadter Bürgerinnen und Bürger zu einer Projektvorstellung eingeladen, um sie über die beiden aktuellen Maßnahmen zur Optimierung der Regenwasserbehandlung in ihrem Ortsteil zu informieren.

 

In Kürze beginnt der EVS mit dem 1. Bauabschnitt für die Sanierung des Hauptsammlers Haustadt, der zur Abwasseranlage Rehlingen-Siersburg gehört. Der aus den 1970er Jahren stammende Hauptsammler verläuft von Rissenthal und Oppen kommend durch die Ortslage Haustadt in Richtung der Kläranlage Rehlingen-Siersburg. Für den gesamten Hauptsammler werden zurzeit weitere Sanierungsplanungen durchgeführt. Der Sanierungsabschnitt in Haustadt, in den der Verband rund 1,8 Millionen Euro investiert, verläuft parallel zur Haustadter Talstraße und reicht von der Lindenstraße bis in Höhe der Haus-Nr. 205. Der überwiegende Teil der Sanierung erfolgt durch ein unterirdisches Vortriebsverfahren. Dieses Verfahren bringt für die Bürgerinnen und Bürger deutlich geringere Beeinträchtigungen mit sich, als es bei der klassischen Bauweise der Fall wäre, da der Boden nicht aufgebrochen und keine Erdmassen hin und her bewegt werden müssen.

 

Insgesamt kann jedoch nicht gänzlich auf Erdbauarbeiten verzichtet werden. So werden für die Wasserhaltung kleinere Einzelbaugruben angelegt, in denen die Pumpen zur Abwasserförderung aufgestellt werden. Auch für die Herstellung der Baustraßen werden Erdarbeiten notwendig. Die erforderlichen Rodungsarbeiten wurden zum Teil bereits im Winter 2017/2018 ausgeführt, weitere Rodungen sind im nördlichen Abschnitt der Bauabschnittes geplant. Bereits seit Ende Oktober 2017 laufen am Ortseingang von Haustadt die Bauarbeiten des EVS an einem neuen Regenüberlaufbecken. Das Becken, in das der EVS rund zwei Millionen Euro investiert, hat ein Speichervolumen von 350 Kubikmetern und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Mühlenbaches. Das Gewässer profitiert sehr von der Maßnahme, da hier künftig auch bei Starkregen nur noch extrem verdünnte und damit unschädliche Abwässer abgeschlagen werden (s.u. „Hintergrund).

 

Der EVS bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger um Verständnis dafür, dass komplexe Baumaßnahmen wie die oben beschriebenen nicht gänzlich ohne Verkehrsbeeinträchtigungen zu realisieren sind. Für Rückfragen steht EVS-Projektleiter Dipl.-Ing. Thomas Meyer, Tel. 0681 5000-239 gerne zur Verfügung.

 

 

Hintergrund:
Das Sammlersystem im Saarland wird überwiegend im Mischsystem betrieben, das heißt, dass das häusliche Abwasser und das Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden. Da die Sammler durch überdurchschnittlich große Wassermengen bei Regenwetter oft überlastet wären, werden im Kanalsystem sogenannte Regenwasserbehandlungsanlagen gebaut. Kommt mehr Wasser an, als vom Hauptsammler aufzunehmen ist, wird dieses zunächst in Regenüberlaufbecken gespeichert. Durch die Speicherung wird vermieden, dass der erste konzentrierte Schmutzstoß – neben dem eigentlichen Abwasser werden bei starkem Regen auch im Kanal befindliche Ablagerungen mitgeschwemmt - in den Bach gelangt. Erst nach kompletter Befüllung des Beckens erfolgt der Abschlag des dann stark verdünnten und somit unschädlichen Mischwassers in den Bach. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass die geringe Schmutzstoffmenge, die letztendlich noch in den Bach eingetragen wird, über die Selbstreinigungsfähigkeit des Baches leicht abgebaut werden kann. Es kommt also zu keinerlei Schädigung des Gewässers – im Gegenteil: Durch die Schaffung des Speichervolumens wird das Gewässer stark entlastet. Das im Regenüberlaufbecken gespeicherte stärker verschmutzte Abwasser wiederum wird nach Abklingen des Regenereignisses mithilfe einer Abflusssteuerung dosiert über den Hauptsammler in Richtung Kläranlage – hier die Kläranlage Rehlingen - abgegeben.

 

 

 

 

 

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