Donnerstag, 6. Juni 2019

Entsorgungsverband Saar: Sanierung der Kläranlage Mechern beginnt Mitte Juni


Mitte Juni 2019 beginnt der Entsorgungsverband Saar mit der Sanierung der Kläranlage Mechern (Kreisstadt Merzig). Die Maßnahme beinhaltet auch die Sanierung der Pumpwerke Mechern und Fremersdorf.

 

Neubau auf bisherigem Betriebsgelände

Die Kläranlage Mechern wurde 1984/1985 in Betrieb genommen. Aufgrund ihres Alters und gestiegener Anforderungen an die Abwasserreinigung ist eine Sanierung notwendig geworden. Die Sanierung der Kläranlage Mechern entspricht zu 100 Prozent einem Neubau. Die Neubau findet unter laufendem Betrieb der Altanlage statt, was für die Planer, Bauunternehmen und Kläranlagenmitarbeiter gleichermaßen eine große Herausforderung darstellt.

 

Reinigung des Abwassers mit Belebtschlamm

Bei der neuen Kläranlage Mechern kommt das sogenannte Belebtschlammverfahren zum Einsatz. Das Belebtschlamm-Verfahren ist ein Verfahren der biologischen Abwasserreinigung, bei dem aufgrund einer ausgiebigen Durchmischung und Belüftung im Abwasserbecken die enthaltenen Mikroorganismen so genannte Belebtschlammflocken bilden, in denen die biologische Selbstreinigung stattfindet. Das Verfahren zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Wirtschaftlichkeit und eine sehr gute Reinigungsleistung aus. Über den bestehenden Entlastungskanal des Pumpwerkes Mechern wird das in der Kläranlage Mechern gereinigte Abwasser in die Saar eingeleitet.

 

EVS investiert 4,25 Millionen Euro

Vom Neubau der Kläranlage und den dadurch verbesserten Reinigungsprozessen profitieren die betroffenen Gewässer in hohem Maße. Der EVS investiert in das oben beschriebene Gesamtprojekt, das im Sommer 2021 abgeschlossen sein soll, rund 4,25 Millionen Euro. Mit der Umsetzung wurde nach öffentlicher Ausschreibung die Firma Wolf & Sofsky mit Sitz in Zweibrücken beauftragt.

 

Im Zuge der ca. zwei Jahre währenden Bauzeit muss im Zufahrtsbereich der Kläranlage – vor allem im Bereich der Fremersdorferstraße in Mechern – mit zusätzlichen Verkehrsbelastungen gerechnet werden. Der EVS bittet die betroffenen Bürger*innen um Verständnis dafür, dass eine entsprechend komplexe Baumaßnahme nicht gänzlich ohne Beeinträchtigungen realisierbar ist.

 

Ansprechpartner für die Baumaßnahme

EVS-Projektleiter Thomas Schuhler, Tel. 0681 5000-229 

 

 

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