Grüngut

Zum Grüngut gehören beispielsweise Äste, Büsche, Heckenschnitt, Laub, Rasenschnitt, Stauden, Sträucher und Unkraut.

FAQ Grüngut

Durch Änderung des Saarländischen Abfallwirtschaftsgesetzes (SAWG) und des Gesetzes über den Entsorgungsverband Saar (EVSG) wurde die Zuständigkeit für die Verwertung des Grüngutes aus privaten Haushalten von den Kommunen auf den EVS übertragen. Die Zuständigkeit für die Sammlung verbleibt bei den Kommunen.  

 

Die Regelung tritt in zwei Stufen, am 01.01.2018 bzw. am 01.01.2020, in Kraft.    

 

Dafür gibt es gute Gründe:

 

  • In den letzten Jahren (die Mehrzahl der kommunalen Anlagen wurde in den 1990er Jahren errichtet) sind die Anforderungen an Verwertungsanlagen für Grüngut, insbesondere hinsichtlich Oberflächenbefestigung und Entwässerung, Prozessführung sowie Genehmigung, erheblich gestiegen. Diesen Anforderungen werden die bestehenden kommunalen Anlagen bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr gerecht. 
  • Darüber hinaus werden an die Verwendung von Komposten mittlerweile wesentlich höhere Anforderungen gestellt. In der Vergangenheit war in vielen Fällen die Qualität der erzeugten Komposte unbefriedigend, der Absatz in vielen Fällen erschwert. 
  • Man hatte die Wahl: die Vielzahl der dezentralen Kompostieranlagen mit großem finanziellen Aufwand modernisieren oder die Verwertung auf wenige zentrale Anlagen konzentrieren. 
  • Der Gesetzgeber hat sich für die zweite Option entschieden: Das Grüngut soll dezentral erfasst und (durch den EVS) in wenigen zentralen Anlagen ökologisch hochwertig verwertet werden. 
  • Zwar müssen auch in diesem Fall bestehende Standorte nachgerüstet werden, der finanzielle Aufwand ist aber bei einer ausschließlichen Nutzung der Anlage als Sammelstelle geringer.        
  • Die Kosten setzen sich zusammen aus den Kosten für die Sammlung und den Kosten für die Verwertung des Grüngutes. 
  • Für die Verwertung des Grüngutes wird es zukünftig saarlandweit einen einheitlichen Verwertungspreis pro Tonne Grüngut geben, den der EVS den Kommunen in Rechnung stellen wird.
  • Da sowohl der Finanzbedarf für die Nachrüstung der Sammelstellen, als auch die Höhe der Betriebskosten, z.B. in Abhängigkeit von den Öffnungszeiten, sich von Kommune zu Kommune unterscheiden, werden auch die Gesamtkosten unterschiedlich ausfallen.
  • Zur Finanzierung der Ausgaben sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet, kostendeckende Gebühren zu erheben. Dies war auch schon in der Vergangenheit der Fall. Allerdings sind nur wenige Kommunen dieser Verpflichtung nachgekommen.
  • Mit der Folge, dass die Kosten für die Grüngutentsorgung in vielen Fällen zum überwiegenden Teil aus dem allgemeinen Haushalt gedeckt wurden bzw. werden (und in vielen Kommunen im Einzelnen auch gar nicht bekannt sind) und die privaten Haushalte unterschiedlich viel für die Entsorgung ihres Grüngutes zahlen müssen.
  • Das Entsorgungsangebot bleibt bestehen.
  • Die BürgerInnen können wie bisher das auf ihrem Grundstück angefallene Grüngut an kommunalen Sammelstellen abgeben.
  • In den meisten Fällen werden die alten Standorte weiter genutzt. 
  • Ändern wird sich die Gebührensituation:
  • In den Kommunen, die in den letzten Jahren bereits in die Nachrüstung ihrer Anlagen investiert und/oder bislang bereits kostendeckende Gebühren erhoben haben, wird das Gebührenniveau sich voraussichtlich nur wenig verändern.
  • In den Kommunen, die mehr Geld in die Nachrüstung der Sammelstellen investieren müssen und/oder bislang keine oder nur geringe (nicht kostendeckende) Gebühren erhoben haben, ist mit Gebührenerhöhungen zu rechnen.

2018er Kommunen:  

Beckingen, Bexbach, Blieskastel, Dillingen, Freisen, Friedrichsthal, Gersheim, Großrosseln, Homburg, Illingen, Kirkel, Kleinblittersdorf, Mandelbachtal, Marpingen, Merchweiler, Merzig, Mettlach, Neunkirchen, Nohfelden, Oberthal, Perl, Quierschied, Schiffweiler, Schmelz, Spiesen-Elversberg, Sulzbach, Tholey, Wadern, Wadgassen, Wallerfangen, Weiskirchen.    

 

2020er Kommunen:  

Bous, Ensdorf, Eppelborn, Heusweiler, Lebach, Losheim, Nalbach, Namborn, Nonnweiler, Ottweiler, Püttlingen, Rehlingen-Siersburg, Riegelsberg, Saarbrücken, Saarlouis, Saarwellingen, Schwalbach, St. Ingbert, St. Wendel, Überherrn, Völklingen.

  • Kommunen: Einrichtung und Betrieb von Sammelstellen, Sammlung des Grüngutes sowie Übergabe des erfassten Grüngutes an den EVS 
  • EVS: Übernahme der Grüngutmengen von den kommunalen Sammelplätzen sowie Transport, Behandlung und Verwertung des Grüngutes.
  • Es ist seitens des EVS vorgesehen, bei entsprechender Nachfrage gütegesichertem Qualitätskompost an den kommunalen Sammelstellen zur Mitnahme anzubieten.  
  • Außerdem ist natürlich ein direkter Erwerb des Kompostes vor Ort in Ormesheim möglich.

Grüngut aus privaten Haushalten. Dazu zählen Baum-, Hecken- und Grünschnitt, Laub, Gras, Äste, Strauchwerk und vergleichbare Materialien.

  • Küchenabfälle und Speisereste,
  • Äste über 15 cm Durchmesser oder über 2 Meter Länge, 
  • Wurzelstöcke,
  • Altholz, auch unbehandelt, 
  • Stall- und Kleintiermist,
  • Grüngut, das gesundheitsschädlich ist oder dessen schadlose und ordnungsgemäße Verwertung nicht sichergestellt werden kann, wie z.B. bei Schädlingsbefall (z.B. Buchsbaumzünsler) oder manchen invasiven Arten (z. B. Riesen-Bärenklau (Herkulesstaude), Ambrosia (Beifußblättriges Traubenkraut),
  • Grüngut, das Störstoffe enthält oder mit Schadstoffen belastet ist,  
  • Erdreich, Oberbodenabtrag oder Grasnarben sowie    
  • Grüngut aus der Land- und Forstwirtschaft sowie aus Gärtnereien und sonstigem gewerblichen Gartenbau.
  • Das Grüngut wird zukünftig ökologisch hochwertig verwertet. 
  • Anstatt in vielen kleinen Anlagen, die den aktuellen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Verwertung nicht mehr gerecht werden, erfolgen Sammlung und Verwertung des Grüngutes zukünftig in modernen Anlagen mit hohem technischem Standard.  
  • In den Verwertungsanlagen werden hochwertige Komposte produziert.  
  • Deren Rückführung in den Stoffkreislauf ist ein weiterer Baustein zum Aufbau einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

Grüngutkonzeption für das Saarland

Der EVS hat eine Grüngutkonzeption für das Saarland erstellt, die sie hier in der Langfassung oder als Zusammenfassung herunterladen können.

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