Montag, 14. November 2011

EVS nimmt in Bethingen die letzte kommunale Kläranlage in Betrieb

Anschluss der saarländischen Haushalte an moderne Abwasserreinigung komplett

Am 12. November stellte der Entsorgungsverband Saar den Bürgerinnen und Bürgern der Mettlacher Ortsteile Bethingen und Wehingen ihre neue Kläranlage vor. Die neue Kläranlage, in die der EVS 1,3 Millionen Euro investiert hat, kann das Abwasser von umgerechnet 700 Einwohnern reinigen.

 

„Mit der Inbetriebnahme der Kläranlage Bethingen ist das Netz von aktuell 140 EVS-Kläranlagen komplett“, so EVS-Geschäftführer Karl Heinz Ecker. „Alleine zwischen 1985 und 2010 wurden in die Abwasserinfrastruktur 1,8 Milliarden Euro investiert. Geld, das die Saarländerinnen und Saarländer über ihre Gebühren bereitgestellt haben.“ „Dass die kleineren Kläranlagen nicht die ersten waren, die wir gebaut haben, macht absolut Sinn“, ergänzt Eckers Amtskollege Dr. Heribert Gisch. „Mit dem Bau zunächst der großen direkt an der Saar gelegenen Kläranlagen beispielsweise in Saarbrücken, Saarlouis und Merzig wurden jeweils enorme Anschlusszahlen erreicht, die auf einen Schlag für eine deutlich sichtbare Entlastung der Saar sorgten.“

 

Insbesondere bei den mittleren und kleineren, zumeist ländlich gelegenen Kläranlagen zeigt sich die Vielfältigkeit moderner Abwassertechnik: Insgesamt 15 verschiedene Verfahren werden landesweit eingesetzt – ganz den jeweiligen örtlichen Erfordernissen und Gegebenheiten entsprechend.  Bei der Kläranlage Bethingen handelt es sich um eine halbtechnische, aus einem Abwasserteich und einer so genannten Scheibentauchkörperanlage kombinierte Kläranlage. Dieses Anlagenkonzept hat sich vielerorts bereits bestens bewährt.

 

„Auch wenn wir mit Bethingen die letzte Kläranlage fertig gestellt haben,

bleibt der EVS auch künftig einer der ganz großen Auftraggeber der saarländischen Bauwirtschaft“, so EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker. „Aktuelle und künftige Schwerpunkte der EVS-Baumaßnahmen sind zum einen Sanierungsmaßnahmen an älteren Kläranlagen und Sammlern und zum zweiten Bau bzw. Optimierung der Regenwasserbehandlungsanlagen. Pro Jahr rechnen wir hier mit einem Investitionsvolumen von ca. 50 Millionen Euro.“