3/2007

EVS-Umfrage zu künftigem Abfall-Gebührensystem: Bürgermeinung eindeutig für Leerungssystem

Die kürzlich abgeschlossene Umfrage des Entsorgungsverbandes Saar zur Bürgermeinung zu einem künftigen Abfall-Gebührensystem ergab ein sehr eindeutiges Ergebnis:

89 Prozent der über 4500 Rückmeldungen aus den Kommunen, für die der EVS die Abfall-Einsammlung organisiert, gingen eindeutig zugunsten des Leerungssystems, dessen Gebühr sich aus einer Grund- und einer Zusatzgebühr nach Leerungshäufigkeit zusammensetzt. Lediglich 11 Prozent der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger aus den Kommunen, für die der EVS die Müllabfuhr organisiert, würde das Verwiegesystem bevorzugen, dessen Zusatzgebühr nach Gewicht bemessen wird.

Eindeutig positiv fiel auch das Fazit der Umfrage zur ebenfalls gestellten Frage aus, ob die BürgerInnen mit den bisherigen Dienstleistungen der Abfallentsorgung zufrieden seien.

Das Ergebnis der Umfrage wird der EVS-Verbandsversammlung (in ihr sind alle saarländischen Kommunen vertreten), die in Kürze über das künftige Abfall-Gebührensystem beraten wird, einen wichtigen Impuls für die letztendliche Systementscheidung geben.

Hauptgründe der Umfrage-TeilnehmerInnen gegen das Verwiegesystem, das vielen als das weniger transparente erscheint, sind zum Einen die Befürchtung, dass Mitbürger ihren Müll in fremde Tonnen einfüllen, um Geld zu sparen und zum anderen, dass vermehrt Müll in der Umwelt landet, um die korrekten Entsorgungswege zu umgehen. Daneben wurde auch gesehen, dass das System an sich, was die Investkosten zur Installierung angeht, teurer ist als das Leerungssystem.

 

Gemeinsame Jahrestagung von DWA, BWK und EVS

Unter dem Tagungs-Motto „Dynamische Wasserwirtschaft in der Praxis“ findet am 28. und 29. Juni 2007 im Kulturzentrum Saalbau in Homburg eine gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), des Bundes der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e.V. (BWK) und des EVS statt. Während am ersten Veranstaltungstag zahlreiche Fachvorträge auf dem Programm stehen, werden am zweiten Tag Fachexkursionen angeboten.  

Startschuss für das zweitgrößte Solar-Kraftwerk im Saarland - zukunftsweisendes Nutzungskonzept für rekultivierte Deponieflächen

Am 29. Mai startete das Unternehmen NATENCO mit dem symbolischen Umlegen eines Elektroschalters offiziell die Bauarbeiten für das zweitgrößte Solar-Kraftwerk im Saarland. Realisiert wird das Projekt auf rekultivierten Deponie-Flächen des Entsorgungsverbandes Saar in Merzig-Fitten.

Ein entsprechender Pachtvertrag wurde zwischen der Stadt Merzig, dem EVS und NATENCO Ende September letzten Jahres geschlossen. Im September dieses Jahres will NATENCO bereits am Netz sein.

Der Solarpark, in den NATENCO 13,5 Millionen Euro investiert, besteht aus über 17.000 Modulen, die auf einer Gesamtfläche von 6,5 Hektar platziert werden.

Der Strom, der hier gewonnen wird, wird ins öffentliche Netz gespeist. Bis zu 800 Haushalte können damit versorgt werden. Stadt und EVS wiederum erhalten einen Pachtzins.

„Insgesamt steht die Umwidmung des Geländes für zukunftsfähige alternative Nutzungskonzepte, wie wir sie auch für weitere Standorte aktuell prüfen“, so die EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker und Dr. Heribert Gisch.

Wie auch OB Dr. Alfons Lauer sehen sie in dem Solarkraftwerk zudem einen ganz wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.

 

EVS unterstützt „Tafeln“ für hilfsbedürftige Menschen - kostenlose Annahme von Restabfällen

Der Entsorgungsverband Saar unterstützt mehrere soziale Einrichtungen, sogenannte „Tafeln“, die entweder stationär oder mobil an hilfsbedürftige Menschen Nahrungsmittel ausgeben. Die Lebensmittel werden von Handel und Gastronomie kostenlos zur Verfügung gestellt.

Um die Organisatoren der Tafeln finanziell zu entlasten, nimmt der Entsorgungsverband Saar nicht verwertbare Restabfälle kostenlos auf den Anlagen des Verbandes an.

Bislang haben die „Tafeln“ in Quierschied, Saarlouis, Homburg, Neunkirchen, Völklingen und Saarbrücken um eine Unkostenbefreiung angefragt.

Initiatorin und Trägerin der Quierschieder und der Saarbrücker Tafel ist ein eingetragener Verein, alle anderen „Tafeln“ laufen in der Verantwortung der Caritas bzw. der Diakonie.