Um noch einmal ausführlich zu den Kostenentwicklungen bei Bau und Betrieb der saarländischen Kläranlagen zu informieren, sind die beiden Geschäftsführer des EVS, Karl Heinz Ecker und Dr. Heribert Gisch auch in den nächsten Wochen in den Räten der Kommunen zu Gast. Nachdem der Aufsichtsrat des Verbandes sich Anfang Dezember letzten Jahres für eine Gebührenerhöhung um 6% im Jahr 2007 ausgesprochen hatte, ist es nun an den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die in ihren Räten erzielte Meinungsbildung zu dieser Thematik in die EVS-Verbandsversammlung als Entscheidergremium einzubringen. Dreh- und Angelpunkte der Kostensteigerung bei der Abwasserreinigung sind einerseits die immensen Investitionen in noch fehlende Abwasseranlagen (bis 2012 stehen noch 465 Millionen Euro an) und andererseits der zurückgehende Frischwasserverbrauch, der alleine in den vergangenen zehn Jahren für Einnahmeverluste von 110 Millionen Euro beim EVS sorgte. Aber auch die steigenden Energiekosten und die Erhöhung der Mehrwertsteuer schlagen deutlich zu Buche. Die ausgesprochen offene und detaillierte Information des EVS trägt Früchte, denn kaum ein Gremium hat sich bislang den Fakten verschließen wollen. Vereinzelt gibt es sogar Ansätze, die Gebühren für einen überschaubaren Zeitraum noch stärker anzuheben, um dem finanziellen Bedarf Rechnung zu tragen. Voraussichtlich im April dieses Jahres wird die Verbandsversammlung die künftige Gebührenentwicklung beschließen.







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